• Elena Stötzel
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  • Susanne Schütte
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  • Pater Björn Schacknies
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Vorstände des BDKJ-Diözensanverbands im Erzbistum Köln

Wenn Katholikentage anstehen, ist der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) vor Ort und engagiert sich auf Podien, mit Veranstaltungen und eigenen Ständen. Wir haben drei Katholikentagsprofis aus dem Diözesanvorstand des BDKJ im Erzbistum Köln um ihre Tipps für Katholikentage gebeten.

Pater Björn Schacknies SAC:
7 Dinge, die du verpasst, wenn du noch nie auf einen Katholikentag warst

1.

Die Stimmung: Nie werde ich vergessen, wie es ist, wenn eine ganze Straßenbahn voll mit Katholikentagspilgern aus Leibeskräften singt: „Der Himmel geht über allen auf…“.

2.

Kontroverse Diskussionen: Man muss nicht immer einer Meinung sein, aber die Podien bei Katholikentagen haben mich nie ohne Anregung gelassen, nochmals anders zu denken, eine Sache in komplexeren Zusammenhängen oder aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Unvergesslich ist mir so manche Bibelarbeit. Manches Wort hat mich ins Mark getroffen.

3.

Begegnungen: Es gehört zu den schönsten Erfahrungen von Katholikentagen, dass die Welt ganz offensichtlich doch sprichwörtlich klein ist. Plötzlich läuft man alten Bekannten über den Weg, trifft Menschen wieder, die man lange nicht mehr gesehen hat. Und nicht selten wundert man sich: „Du hier!?“. Einfach schön.

4.

Kluge Köpfe: Ich freue mich auf den Katholikentag, weil er viele kluge Köpfe zusammenbringt, die etwas zu sagen haben und manchmal auch herausfordern – und gerade so weiterbringen.

5.

Kurze Nächte: Nicht selten hatte ich das Glück, in einer netten Familie Gast sein zu dürfen. Abends, nach einem langen Tag auf dem Katholikentag, wurde dann öfters bei einem Glas Wein die Nacht zum Tag gemacht und über Gott und die Welt geredet. Spannende Geschichten habe ich an solchen Abenden gehört und tolle Menschen kennengelernt, die ich nicht vergessen habe.

6.

Katholizität: Es kommt nicht oft vor, dass mir die Unterschiedlichkeit, Buntheit und Vielfalt des Katholischen so geballt vor Augen steht, wie beispielsweise auf der Kirchenmeile bei Katholikentagen. Oft schon konnte ich nur staunen, was sich alles an Vereinen und Initiativen, Organisationen und geistlichen Gemeinschaft aus dem Raum der Kirche dort präsentierte. Kirche ist bunt – und sie lacht.

7.

Vergewisserung: Für mich sind die Katholikentage immer auch eine Vergewisserung dafür gewesen, dass sich Kirche nicht in einer Binnenwelt verschließen darf. Wenn sie auch nicht von der Welt ist, so ist sie doch mitten drin und muss nach Antworten auf die Fragen der Zeit suchen. Zugleich muss sie bereit sein, sich konfrontieren und anfragen zu lassen, und sich doch zugleich stets treu bleiben. Leben wir, was wir glauben? Künden wir, was wir hoffen?

Pater Björn Schacknies SAC, Pallottiner (Jahrgang 1977) ist Präses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Erzbistum Köln. Seinen ersten Katholikentag erlebte er 1994 in Dresden – danach war er fast immer dabei. Besonders toll fand er den Katholikentag im Jahr 2000 in Hamburg

Elena Stötzel:
7 Dinge, die im Katholikentagsgepäck nicht fehlen dürfen

1.

Bahnticket: Mit dem Auto zum Katholikentag zu fahren, solltest Du Dir sparen, denn es ist einfach zu viel los. Mit dem Zug kommst Du entspannt beim Katholikentag an und kannst sicher sein, dass Du zahlreiche andere Menschen triffst, die dasselbe Ziel haben.

2.

Bequeme Schuhe: Es gibt viel zu sehen beim Katholikentag, und um das zu erleben, wirst Du viel zu Fuß unterwegs sein.

3.

Trinkflasche: Beim Katholikentag bist Du die ganze Zeit unterwegs. Es gibt mehrere Trinkwasserstellen, an denen Du Dir Wasser in deine Trinkflasche abfüllen kannst.

4.

Das Programmheft: Der Katholikentag bietet zahlreiche interessante Veranstaltungen wie z.B. Podien, Workshops und Musik. Damit Du die für Dich besten Veranstaltungen miterleben kannst, ist es hilfreich, das Programmheft dabei zu haben.

5.

Handy: Auch wenn das Netz überlastet ist, bist Du mit dem Handy dennoch besser erreichbar als ohne. Vor allem kannst Du viele neue Kontakte, die Du beim Katholikentag schließen wirst, hier eintragen.

6.

Platz im Rucksack: Packe Deinen Rucksack nicht ganz voll, denn es gibt viele Give-aways und andere nette Sachen, die Du bestimmt gerne mit nach Hause nehmen möchtest.

7.

Süßigkeiten: Leckereien versüßen Wartezeiten und Du kannst nicht nur Dir, sondern auch anderen damit schnell und einfach eine Freude bereiten.

Elena Stötzel, Erziehungswissenschaftlerin (Jahrgang 1988) ist Diözesanvorsitzende des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Erzbistum Köln und Mitglied der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB). Sie wird das erste Mal beim Katholikentag dabei sein.

Susanne Schütte:
7 Dinge, die der BDKJ auf dem Katholikentag ansprechen will

1.

Frauenförderung: Kirche ohne Frauen ist doof.

2.

Fairer Handel: Die Bedingungen des Fairen Handels müssen in der immer globaler werdenden Welt bei allen Handelsbeziehung Einzug erhalten. Als gutes Beispiel für fairen und nachhaltigen Handel bringen wir unsere Faire Kohle mit.

3.

Grundeinkommen: Ein Grundeinkommen für Kinder und Jugendliche ist ein gutes Mittel, um Kinderarmut und den daraus resultierenden Nachteilen entgegen zu wirken.

4.

Kirche sein: Verbände sind Kirche vor Ort.

5.

U 28: Mit der Strategie „U28 – Die Zukunft lacht“ wollen wir Politikerinnen und Politiker überzeugen, ihre politischen Entscheidungen aus der Perspektive der Unter-28-Jährigen zu betrachten. Auch der Kirche tut es gut, bei allen Entscheidungen die Auswirkungen auf die nachkommende Generation mitzudenken und durch die U28-Brille zu schauen.

6.

Frieden: Der BDKJ fordert das Ende jeglicher deutscher Kleinwaffenexporte. Denn Kinder und Jugendliche möchten in Frieden aufwachsen. Dieser Frieden muss erarbeitet werden.

7.

Prävention sexualisierter Gewalt: Dieses Thema darf in der katholischen Kirche nicht in Vergessenheit geraten, Präventionsmaßnahmen müssen flächendeckend durchgeführt werden.

Susanne Schütte, Kinderkrankenschwester und Psychologin (Jahrgang 1985) ist Diözesanvorsitzende des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Erzbistum Köln und Mitglied der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG). Sie war bereits beim Katholikentag in Regensburg.

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