Marco Michalzik, Poetry-Slammer aus Darmstadt

Was muss ein guter Poetry-Slammer mitbringen? „Er muss unterhaltsam sein, er muss ein Publikum fesseln können und im Idealfall eine Erkenntnis vermitteln“, sagt Marco Michalzik. Und der muss es wissen. Seit mehreren Jahren ist er deutschlandweit als Poetry-Slammer unterwegs. Sein Slam „Was ist dir heilig?“ wurde auf YouTube mehr als 100.000 mal angeklickt. Und täglich kommen neue Klicks hinzu. Glaube und Religion spielen auffallend oft eine Rolle in Michalziks Texten. „Ich schreibe über Dinge, die mir wichtig sind, und da gehört der Glaube unbedingt dazu“, betont der 30-Jährige. Michalzik ist Mitglied in einer evangelischen Freikirche. Er ist religiös erzogen worden, aber „so richtig Klick gemacht“ hat es erst, als er etwa 20 war. „Da ist mir klar geworden, dass es beim Glauben nicht um irgendwelche Regeln und Dogmen geht, sondern darum, Gott persönlich kennenzulernen.“

Seit ein paar Jahren engagiert sich der Poetry-Slammer  in der überkonfessionellen Initiative Nightlight. Sie gestaltet Medien – Kurzfilme, Flyer, eine Zeitschrift, einen Kalender – für die Jugendarbeit in den Gemeinden. Auch ein Sorgentelefon gehört zu den Angeboten der Initiative. „Nightlight möchte das Licht des Glaubens weitergeben und so die nächste Generation ermutigen. Das hat mich sofort angesprochen“, begründet Michalzik sein Engagement.

Beim Katholikentag in Leipzig wird Marko Michalzik eine Poetry-Werkstatt mitgestalten. Es ist sein erster Besuch auf einem Katholikentag. „Das ist schon aufregend für mich“, gesteht er. Im Gepäck wird er ein paar ältere, aber auch etliche neue Texte haben, darunter einen Slam mit dem Titel „Heute ist morgen schon gestern“. Exklusiv hat er ihn im Skype-Slam mit 100 Tage, 100 Menschen schon einmal vorgetragen.

 

Text, Bild und Video sind lizenziert nach der Creative Commons Attribution CC BY-ND 4.0.

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